Mitarbeiter Weiterentwicklung und Förderung: Ein Schlüssel zum Unternehmenserfolg
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In diesem Artikel
- Warum ist die Weiterentwicklung von Mitarbeiter:innen so wichtig?
- Wie können Unternehmen die Mitarbeiter:innen fördern?
- Die Vorteile der Mitarbeiter:innen für Unternehmen
- Herausforderungen bei der Implementierung einer Entwicklungsstrategie
- Praktische Tipps zur Überwindung dieser Herausforderungen
- Fazit: Mitarbeiter:innen als Schlüssel zum Erfolg
- FAQs zur Mitarbeiter:innen
Warum ist die Weiterentwicklung von Mitarbeiter:innen so wichtig?
Unternehmen, die die Bedeutung der Mitarbeiter:innen erkennen, profitieren langfristig. Doch warum ist sie so entscheidend? Hier sind einige Gründe:
Steigerung der Mitarbeiter:innen
Mitarbeiterinnen, die sich wertgeschätzt und gefördert fühlen, sind zufriedener. Sie wissen, dass sie in ihrer Karriere vorankommen können und dass das Unternehmen in ihre Zukunft investiert. Diese Zufriedenheit führt zu einer höheren Arbeitsmoral und einem stärkeren Engagement.
Verbesserung der Mitarbeiter:innen
In Zeiten von Fachkräftemangel und hoher Fluktuation ist die Bindung von Talenten entscheidend. Unternehmen, die ihren Mitarbeiter:innen Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten, sind attraktiver für bestehende und potenzielle Mitarbeiter:innen. Dies reduziert die Fluktuation und senkt die Kosten für die Rekrutierung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter:innen.
Steigerung der Produktivität
Gut geschulte und weiterentwickelte Mitarbeiter:innen sind effizienter und produktiver. Sie verfügen über die neuesten Fähigkeiten und Kenntnisse, um ihre Aufgaben effektiv zu erfüllen. Dies führt zu einer höheren Qualität der Arbeit und letztlich zu besseren Geschäftsergebnissen.
Förderung der Innovationsfähigkeit
Weiterentwicklung bedeutet oft, dass Mitarbeiter:innen ermutigt werden, neue Ideen einzubringen und kreativ zu denken. Dies kann zu Innovationen führen, die Ihrem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Anpassungsfähigkeit in einem sich wandelnden Markt
Der Markt und die Technologien entwickeln sich ständig weiter. Unternehmen, die in die Entwicklung ihrer Mitarbeiter:innen investieren, sind besser aufgestellt, um sich an diese Veränderungen anzupassen. Ihre Mitarbeiter:innen sind flexibler und können neue Herausforderungen leichter bewältigen.
Wie können Unternehmen die Mitarbeiter:innen fördern?
Die Förderung der Mitarbeiter:innen erfordert eine gezielte Strategie. Hier sind einige Maßnahmen, die Sie in Ihrem Unternehmen implementieren können:
Entwicklung maßgeschneiderter Weiterbildungsprogramme
Jedes Unternehmen und jede Mitarbeiter:in ist einzigartig. Maßgeschneiderte Weiterbildungsprogramme, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Ziele Ihrer Mitarbeiter zugeschnitten sind, können einen enormen Unterschied machen. Diese Programme sollten sowohl technische als auch weiche Fähigkeiten umfassen.
Mentoring und Coaching
Ein effektives Mittel zur Weiterentwicklung ist die Einführung von Mentoring- und Coaching-Programmen. Erfahrene Führungskräfte können ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergeben, während sie gleichzeitig eine enge Bindung zu ihren Mentees aufbauen. Dies fördert nicht nur das Lernen, sondern auch den Zusammenhalt im Team.
Förderung des lebenslangen Lernens
Unternehmen sollten eine Kultur des lebenslangen Lernens fördern. Dies bedeutet, dass Mitarbeiter:innen ermutigt werden, sich kontinuierlich weiterzubilden, sei es durch formelle Schulungen, Online-Kurse oder den Austausch mit Kolleg:innen. Lebenslanges Lernen hält die Fähigkeiten der Mitarbeiter frisch und relevant.
Karrieremöglichkeiten und Aufstiegschancen bieten
Mitarbeiter:innen wollen wissen, dass ihre Anstrengungen anerkannt werden und dass es Aufstiegsmöglichkeiten gibt. Durch klare Karrierepfade und die Förderung von internen Beförderungen können Unternehmen ihre Mitarbeiter motivieren und binden.
Anerkennung und Belohnung für Entwicklungserfolge
Die Anerkennung von Entwicklungserfolgen ist ein wichtiger Motivationsfaktor. Ob durch offizielle Auszeichnungen, Gehaltserhöhungen oder andere Belohnungen – Mitarbeiter sollten wissen, dass ihre Fortschritte geschätzt werden.
Die Vorteile der Mitarbeiter:innen für Unternehmen
Nun, da wir die Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeiter
untersucht haben, werfen wir einen Blick auf die spezifischen Vorteile, die Unternehmen daraus ziehen können.
Höhere Wettbewerbsfähigkeit
Ein gut ausgebildetes und engagiertes Team ist ein starkes Asset für jedes Unternehmen. Es ermöglicht Ihnen, sich von der Konkurrenz abzuheben und schnell auf Marktveränderungen zu reagieren.
Besseres Unternehmensimage
Unternehmen, die ihre Mitarbeiter:innen fördern, werden als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen. Dies verbessert das Unternehmensimage und hilft, Top-Talente anzuziehen.
Reduzierung der Rekrutierungskosten
Durch die Entwicklung interner Talente können Unternehmen die Kosten und den Aufwand für die externe Rekrutierung erheblich reduzieren. Mitarbeiter:innen, die intern befördert werden, benötigen weniger Einarbeitungszeit und kennen bereits die Unternehmenskultur und -prozesse.
Stärkung der Unternehmenskultur
Eine starke Unternehmenskultur, die auf Lernen und Wachstum basiert, fördert ein positives Arbeitsumfeld. Mitarbeiter:innen, die sich geschätzt fühlen und wissen, dass sie wachsen können, tragen zu einer besseren Zusammenarbeit und einem harmonischeren Arbeitsklima bei.
Langfristige Geschäftserfolge sichern
Letztlich trägt die Mitarbeiter:innen dazu bei, die langfristigen Ziele des Unternehmens zu erreichen. Unternehmen, die in ihre Mitarbeiter:innen investieren, sichern sich eine loyale und kompetente Belegschaft, die bereit ist, zum langfristigen Erfolg beizutragen.
Herausforderungen bei der Implementierung einer Entwicklungsstrategie
Trotz der zahlreichen Vorteile ist die Implementierung einer Mitarbeiter:innen nicht immer einfach. Unternehmen stehen oft vor verschiedenen Herausforderungen:
Budgetbeschränkungen
Die Finanzierung von Weiterbildungsprogrammen kann teuer sein. Unternehmen müssen sorgfältig abwägen, wie sie ihre Ressourcen einsetzen und möglicherweise kreative Lösungen finden, um dennoch umfassende Entwicklungsprogramme anzubieten.
Zeitmanagement
Mitarbeiter:innen müssen neben ihren täglichen Aufgaben auch Zeit für Weiterbildung finden. Hier ist es wichtig, flexible Lernoptionen anzubieten, die in den Arbeitsalltag integriert werden können.
Widerstand gegenüber Veränderungen
Nicht alle Mitarbeiter:innen sind offen für Veränderungen oder neue Lernmöglichkeiten. Unternehmen müssen Wege finden, diese Mitarbeiter:innen zu motivieren und ihnen die Vorteile der Weiterentwicklung aufzuzeigen.
Messung des Erfolgs
Die Wirksamkeit von Weiterbildungsprogrammen zu messen, kann schwierig sein. Unternehmen müssen klare KPIs und Messinstrumente entwickeln, um den Erfolg ihrer Entwicklungsstrategien zu bewerten.
Praktische Tipps zur Überwindung dieser Herausforderungen
Trotz der Herausforderungen gibt es bewährte Strategien, um diese Hürden zu überwinden und eine erfolgreiche Mitarbeiter:innen umzusetzen:
Priorisierung und strategische Planung
Stellen Sie sicher, dass die Mitarbeiter:innen Teil Ihrer langfristigen Unternehmensstrategie ist. Planen Sie gezielt und priorisieren Sie die wichtigsten Bereiche, in denen Weiterbildung notwendig ist.
Nutzung von Technologie
E-Learning-Plattformen und Online-Schulungen bieten flexible und kostengünstige Möglichkeiten zur Weiterbildung. Nutzen Sie diese Technologien, um Ihre Mitarbeiter:innen kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Förderung einer positiven Lernkultur
Schaffen Sie ein Umfeld, in dem Lernen als integraler Bestandteil der Arbeit angesehen wird. Belohnen Sie Lernfortschritte und feiern Sie Erfolge, um eine positive Lernkultur zu fördern.
Einbeziehung der Führungskräfte
Führungskräfte spielen eine entscheidende Rolle bei der Förderung der Mitarbeiter:innen. Stellen Sie sicher, dass sie die Wichtigkeit der Weiterentwicklung erkennen und aktiv unterstützen.
Kontinuierliche Evaluation und Anpassung
Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Weiterbildungsprogramme und passen Sie sie an die sich verändernden Bedürfnisse Ihres Unternehmens und Ihrer Mitarbeiter::innen an. Nur so können Sie sicherstellen, dass Ihre Entwicklungsstrategien langfristig erfolgreich sind.
Fazit: Mitarbeiter:innen als Schlüssel zum Erfolg
Die Entwicklung und Förderung Ihrer Mitarbeiter:innen ist mehr als nur eine Investition in ihre Fähigkeiten. Sie ist eine Investition in die Zukunft Ihres Unternehmens. Durch gezielte Weiterbildungsstrategien können Sie die Zufriedenheit, Produktivität und Loyalität Ihrer Mitarbeiter:innen steigern, gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens verbessern und langfristige Erfolge sichern. Die Herausforderungen mögen zahlreich sein, doch die Vorteile überwiegen bei weitem.
FAQs zur Mitarbeiter:innen
Es gibt keine feste Regel, wie oft Weiterbildungsprogramme angeboten werden sollten. Es ist jedoch ratsam, regelmäßige Schulungen anzubieten, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter:innen kontinuierlich auf dem neuesten Stand bleiben.
Die Führungsebene spielt eine zentrale Rolle, indem sie als Vorbild fungiert und die Bedeutung der Weiterentwicklung kommuniziert. Sie sollten aktiv an der Planung und Umsetzung von Entwicklungsstrategien beteiligt sein.
Auch kleine Unternehmen können erheblich von der Entwicklung ihrer Mitarbeiter:innen profitieren, indem sie eine loyale und kompetente Belegschaft aufbauen, die zur langfristigen Stabilität und Wachstum des Unternehmens beiträgt.
Die Kosten variieren je nach Umfang und Art der Entwicklungsprogramme. E-Learning-Plattformen bieten jedoch oft kostengünstige Alternativen zu traditionellen Schulungsformen.
Es ist wichtig, das Lernen als Teil der Unternehmenskultur zu verankern und die Vorteile klar zu kommunizieren. Individuelle Anreize und personalisierte Lernwege können helfen, das Interesse zu wecken.
Teambuilding: 14 Maßnahmen für mehr Teamgeist
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In diesem Artikel
Was ist Teambuilding
Teambuilding hilft dabei, starre und stark hierarchisierte Organisationsstrukturen einzudämmen: Alle Teilnehmenden der Maßnahmen – egal ob Chef*in oder Mitarbeitende – sind gleichgestellt oder tauschen sogar ihre Rollen. Die vermehrt spielerischen Maßnahmen helfen dabei, Stärken und Schwächen der Teammitglieder aufzuzeigen. Häufig werden sie mit Events und Incentives (Anreizen) gleichgesetzt. Es geht hier aber nicht um reine Spaß-Veranstaltungen. Ziele von guten Teambuilding-Maßnahmen sind vielmehr die Förderung der Kommunikationsfähigkeit, des Zusammenhalts und vor allem des Gemeinschaftsgefühls. Ein gesundes Unternehmen steht und fällt mit seinen Mitarbeitenden und wie diese zusammenarbeiten im Team.
Great things in business are never done by one person. They’re done by a team of people.
━━ STEVE JOBS
(Mitgründer von Apple Inc.)
Unternehmenserfolg braucht Teamgeist
Viele Aufgaben im Unternehmen können in Teilaufgaben zerlegt werden, die von einzelnen Teams bearbeitet werden. Das funktionierende Zusammenspiel der Team-Mitglieder ist hierbei der Erfolgsfaktor und führt zu einem besseren Ergebnis. Ein „Wir-Gefühl“ steigert die Produktivität: Innerhalb des Teams können die jeweiligen Stärken und Schwächen der Mitglieder besser erkannt, genutzt und ergänzt werden. Gegenseitiges Vertrauen und Zugehörigkeitsgefühl fördern das persönliche Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen für die gemeinsame Sache. Ebenso sind gute Kommunikation und gegenseitige Unterstützung notwendig, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.
Das Zusammenspiel der einzelnen Individuen sorgt für den Erfolg:
- Komplexität der Aufgaben: Viele Aufgaben und Projekte sind so komplex geworden, dass sie von einer einzelnen Person nicht mehr bewältigt werden können. Teamarbeit ermöglicht es, dass verschiedene Personen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Erfahrungen zusammenarbeiten und so ein umfassenderes Verständnis der Aufgabe oder des Problems entwickeln können.
- Innovation: Teamarbeit trägt dazu bei, dass neue Ideen und Innovationen entstehen. Wenn verschiedene Personen mit unterschiedlichem Hintergrund und Erfahrungen zusammenarbeiten, können sie Ideen austauschen und auf neue Lösungen kommen.
- Motivation: Teamarbeit kann zu einer Steigerung der Motivation der Teammitglieder führen. Durch die Zusammenarbeit und das Erreichen von Zielen als Team entsteht ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und der gemeinsamen Leistung.
- Effektive Kommunikation: Regelmäßige Treffen und Feedback-Sitzungen können dazu beitragen, dass alle Teammitglieder auf dem gleichen Stand sind und Probleme schnell gelöst werden können.
Wann sind Teambuilding-Maßnahmen sinnvoll?
Grundsätzlich sind Teambuilding-Maßnahmen immer vielversprechend für das Team und können auch als „Belohnung“ geplant werden. Auch in einem funktionierenden Team bereichern die Maßnahmen die Mitarbeitenden, erhöhen das gegenseitige Verständnis und fördern das Vertrauen.
Besonders sinnvoll sind die Maßnahmen, wenn sich neue Teams bilden, neue Mitarbeitende dazu kommen oder Konflikte festgestellt werden. Ein schlechtes Betriebsklima schadet der Zusammenarbeit. Teambuilding-Maßnahmen sorgen dafür, dass die Mitarbeitenden unmittelbar miteinander in Kontakt treten. Sie arbeiten gemeinsam auf ein Ziel hin, das nichts mit den alltäglichen Aufgaben des Jobs zu tun hat. Positive gemeinsame Erlebnisse prägen das Miteinander im Team – und das wirkt sich auch auf die Zusammenarbeit im Job aus.
Das PERMA-Modell: Wie wertvoll ist meine Teambuilding-Maßnahme?
Ein guter Ansatz, um den Wert einer Teambuilding-Maßnahme einzuschätzen, ist das sogenannte PERMA-Modell von Martin Seligman Das Modell erklärt, welche fünf Bereiche in unserem (Arbeits-)Leben darüber entscheiden, ob wir glücklich und zufrieden sind sowie unser volles Potenzial entfalten.
- Positive Emotions (Positive Gefühle): Positive Emotionen wie z. B. Freude, Neugierde und Liebe wirken sich kräftigend und belebend auf unsere körpereigene Chemie aus. Sie können dazu beitragen, Stress und Schmerzen zu reduzieren, unsere Motivation und unser Wohlbefinden zu steigern und uns insgesamt glücklicher und gesünder zu machen.
- Engagement: Die eigenen Stärken kennen und einsetzen. Die Stärken anderer Menschen sehen, unterstützen und daraus Teams stärkengerecht zusammensetzen. Hierbei sollte das Augenmerk neben den individuellen Stärken auch auf die Vorlieben des Menschen gelegt werden: Was macht der Mitarbeitende gerne? Wird dies gefördert, steigert dies die Motivation und das Engagement der Mitarbeitenden.
- Relationships (Beziehungen): Der Mensch als soziales Wesen blüht auf, wenn er vertrauensvolle Beziehungen erlebt. Sobald wir im Team und zu unseren Führungskräften ein vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut haben, kann sich unsere kreative Energie auf die Arbeit richten.
- Meaning (Bedeutung/Sinn): Zu wissen, wofür ich arbeite und wem meine Arbeit nützt oder einen Mehrwert bringt. Zu erkennen, dass meine Arbeit bedeutsam und hilfreich ist.
- Accomplishment (Verwirklichung): Sich realistische Ziele zu setzten, zu planen und zu erreichen. Erreichte Ziele für sich oder im Team zu feiern. Etwas leisten, etwas voranbringen, aus eigener Kraft etwas bewirken. Jedes noch so kleine erreichte Ziel hat einen positiven Effekt auf das Mindset: „das habe ich geschafft – dann schaffe ich auch das nächste Ziel“.
14 Teambuilding-Maßnahmen für bessere Zusammenarbeit
Die Angebote für Teambuilding-Maßnahmen sind heutzutage vielfältig und unübersichtlich. Einige Events nehmen viel Planungszeit in Anspruch, andere sind als Paket bei Veranstaltern buchbar. Welche Maßnahme zu Ihrem Team passt, können Sie selbst am besten einschätzen. Ich haben ein paar Vorschläge für Sie.
Outdoor: Teambuilding-Maßnahmen ausserhalb des Büros
Die Teambuilding-Maßnahme für actionfreudige Teams: Ziel ist es, gesichert durch einen Parkour zu klettern und dabei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade zu meistern. Das macht nicht nur Spaß, sondern fördert auch die Kommunikation sowie gegenseitiges Vertrauen.
Ein echter Klassiker unter den Teambuilding-Maßnahmen ist die Schnitzeljagd. Die Teilnehmenden lösen gemeinsam Rätsel und Aufgaben, um ans Ziel zu kommen. Hier ist echtes Teamwork gefragt.
Ein Survivalkurs kann eine großartige Möglichkeit sein, um Teamarbeit und Problemlösungsfähigkeiten zu verbessern. Teams können verschiedene Überlebensaufgaben meistern, wie z.B. Feuer machen, Wasser finden oder Unterkünfte bauen. Diese Aktivität erfordert eine Menge Zusammenarbeit und Kreativität, um erfolgreich zu sein.
Das Kajakfahren oder Kanufahren erfordert, dass die Teilnehmer*innen als Team zusammenarbeiten, um ihre Boote erfolgreich durch das Wasser zu manövrieren. Teams müssen effektiv kommunizieren und sich koordinieren, um sicherzustellen, dass alle sicher und effizient paddeln.
Eine Team-Olympiade kann eine lustige und energiegeladene Möglichkeit sein, um Teamarbeit und Zusammenarbeit zu verbessern. Teams können verschiedene Wettkämpfe absolvieren, wie z.B. Staffellauf, Sackhüpfen, Tauziehen oder Volleyball. Diese Aktivität fördert Zusammenarbeit und Wettbewerb gleichermaßen.
Geocaching ist die moderne Art der Schnitzeljagd. Das Team erhält ein GPS-Gerät , muss gemeinsam Aufgaben lösen und neue Wegpunkte finden. Auch hier wartet am Ende ein kleiner Schatz.
Floßbau ist eine klassische Outdoor-Teambuilding-Aktivität. Das Team baut dabei Floße aus verschiedenen Materialien bauen, um damit auf dem Wasser zu fahren. Diese Aktivität fördert Zusammenarbeit, Planung und Kreativität.
Indoor: Teambuilding-Maßnahmen fürs Büro oder andere Orte
Persönlicher Austausch unter den Angestellten ist wichtig. Seit der Corona-Pandemie arbeiten immer mehr Menschen im Home-Office, was einen persönlichen Austausch schwieriger macht. An der Stelle bietet sich eine virtuelle Kaffeepause (z. B. über MS-Teams, Zoom oder andere Videokonferenz-Programme) an. Man trifft sich mit seinen Kolleg*innen in einem virtuellen Raum und wird per Zufallsgenerator mit ein oder mehreren Personen in einen anderen Raum versetzt. Als würde man sich zufällig an der Kaffeemaschine begegnen.
Eine gute Möglichkeit, um den persönlichen Bezug zueinander nicht zu verlieren. In einem Blog-Beitrag beschreibt z. B. das Düsseldorfer Unternehmen sipgate, wie es mithilfe digitaler Tools die Kommunikation unter den Mitarbeitenden auch während der Pandemie am Laufen gehalten hat.
Ob es sich hierbei nur um ein paar Stunden oder sogar ein paar Tage handelt: gemeinsame Zeit ist wertvolle Zeit. Man lernt die Kolleg*innen ganz anders kennen und tauscht sich über andere Themen als die Arbeit aus. Je nach Interessen kann ein Ausflug zu einer Ausstellung, in ein Museum, einen Freizeitpark oder sogar eine gemeinsame Reise sehr wertvoll für das Gemeinschaftsgefühl sein.
Beim Power-Point-Karaoke trifft sich das Team bevorzugt virtuell. Nun werden die Teammitglieder in Kleinstgruppen aufgeteilt. Im Anschluss erhält jede Gruppe ein Thema, über das sie kurzfristig referieren müssen. Irrsinnige Gesetze, unsinnige Themen oder einfach nur lustige Tatsachen. Die Auswahl hier ist groß und der gemeinsame Spaß und Denksport garantiert.
Hier ist die Gruppendynamik gefragt. Gemeinsam Sport machen und sich gegenseitig motivieren – diese Teambuilding-Maßnahme macht nicht nur Spaß und hilft bei dem Gemeinschaftsgefühl, sie fördert ganz nebenbei auch noch die Gesundheit aller Teilnehmenden.
Die Schauspielerinnen und Schauspieler improvisieren ihre Dialoge, Handlungen und sogar ihre Kostüme und Requisiten unvorbereitet und aus dem Stegreif. Als Teambuilding-Maßnahme kann Improvisationstheater dazu beitragen, die Kreativität, die Kommunikation und die Zusammenarbeit des Teams zu verbessern. Es kann zudem fördern, dass einzelne Teammitglieder sich wohler dabei fühlen, sich vor anderen auszudrücken.
Man nehme ein Team an Mitarbeitenden, würze es mit einem Funken Neugier und versiertem Fachpersonal. Nun wird eine Prise Appetit ergänzt und das Ganze mit Genuss zusammengerührt. Durch die Übernahme verschiedener Aufgaben im Team führt gemeinsames Kochen schnell zu mehr Zusammenhalt und hilft beim Erkennen von Stärken.
Beim Escape-Room wird das Team in einen Raum geschickt, der anschließend verschlossen wird. Die Teilnehmenden müssen nun in einer vorgegebenen Zeit gemeinsam das Rätsel des Raums lüften und einen Weg hinausfinden. Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit von virtuellen Escape-Rooms oder Exit-Games, die nur einmalig gespielt werden können.
Fazit
Dies ist nur ein Teil einer schier unendlich großen Palette an Möglichkeiten und Ideen, um sein Team zu stärken. An den Beispielen sieht man, dass Teambuilding-Maßnahmen oft gar nicht so schwierig oder aufwendig in der Umsetzung sind. Die Wirkung ist aber dafür umso größer. Es ist wichtig zu beachten, dass jede Teambuilding-Maßnahme in unterschiedlichem Maße zur Stärkung einzelner Bereiche beitragen kann. Es ist daher sinnvoll, die Ziele und Bedürfnisse des Teams bei der Auswahl der Teambuilding-Maßnahmen zu berücksichtigen und diese dann gezielt einzusetzen. Gönnen Sie sich und Ihrem Team ein besseres Gemeinschaftsgefühl, schaffen Sie Motivation und Wertschätzung – Sie werden alle davon profitieren.
Check-in im Meeting: 10 Methoden für eine erfolgreiche Besprechung
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Warum Check-ins für Meetings wichtig sind
Mit welcher Erwartung haben Sie diesen Artikel über Meeting-Check-ins angeklickt? Ein Dialog darüber hätte uns maßgeblich geholfen, die Inhalte passgenau auf Ihre Bedürfnisse und Fragen abzustimmen. Die einseitige Kommunikation über unser Magazin bietet diese Möglichkeit leider nicht, doch in jedem Teammeeting ergibt sich zu Beginn die Chance, das Stimmungsbild der Teilnehmenden mit einem Check-in abzufragen.
Die moderierende Person und der gesamte Teilnehmerkreis erhalten so die Gelegenheit, den Austausch effizient auf die wichtigsten inhaltlichen Prioritäten, Wünsche oder Emotionen im Team anzupassen. Check-ins erfüllen in Meetingsfolglich mehrere Funktionen:
- Erwartungshaltung klären: Mit Check-ins können die Erwartungen der Teilnehmenden abgefragt und aufeinander abgestimmt werden. So wissen alle, was das Team im Meeting bespricht und welche Ergebnisse es anstrebt. Die Moderation kann so auch spontan zielführend gestaltet werden, um ergebnislose Meetings zu vermeiden.
- Effizienz steigern: Ein gut durchgeführter Check-in kann die Effizienz eines Meetings erheblich steigern. Wenn alle Beteiligten von Anfang an auf dem gleichen Stand sind, wird weniger Zeit zur Klärung von Missverständnissen benötigt und weniger Zeit verschwendet. Ausufernde Diskussionen zu Themen, die nicht auf das Ziel des Termins einzahlen, können auf Basis einer gemeinsamen Perspektive über die Meetingziele gestoppt oder geparkt werden.
- Stimmungsbild erfassen: Check-ins ermöglichen, die aktuelle Stimmung und die emotionale Verfassung der Teilnehmenden zu erfassen. Dies kann helfen, mögliche Spannungen frühzeitig zu erkennen, zu adressieren oder einfach etwas mehr Zeit für erholsame Kaffeepausen einzuplanen.
- Teambuilding fördern: Durch den gemeinsamen Start in das Meeting wird das Gefühl der Zusammengehörigkeit und des Vertrauens im Team gestärkt. Check-ins bieten eine Plattform, um persönliche Eindrücke und Gedanken zu teilen. Das beeinflusst die Teamdynamik positiv. Der strukturierte Ablauf gibt auch ruhigeren Teilnehmenden ausreichend Raum, ihren Perspektiven Gehör zu verleihen.
Welche Check-In-Methode ist für mein Meeting die richtige?
Es gibt keine universelle Methode, die immer und überall passt. Stattdessen sollten Sie verschiedene Methoden ausprobieren und an die Bedürfnisse Ihres Teams anpassen. Ein kreativer und abwechslungsreicher Einsatz von Check-ins kann dazu beitragen, die Motivation und das Engagement der Teilnehmenden hoch zu halten. Grundsätzlich können Sie bei der Wahl der richtigen Check-in-Methode mehreren Faktoren berücksichtigen:
- Ziel des Meetings
- Gruppengröße
- Verfügbare Zeit
- Offenheit der Gruppe
- Persönlicher Moderationsstil
Ziel des Meetings
Das Ziel des Meetings ist ein entscheidender Faktor bei der Auswahl der passenden Methode. Wenn es darum geht, Ideen zu generieren und Kreativität zu fördern, eignen sich Methoden wie der Superhelden-Check-in oder Check-in-Bilder, die die Teilnehmenden dazu anregen, unkonventionell zu denken. Bei einem Meeting, bei dem das Teambuilding oder Kennenlernen im Fokus steht, bieten sich beispielsweise das Check-in-Bingo oder der Soundtrack des Tages an.
Gruppengröße
Die Größe der Gruppe beeinflusst maßgeblich, welche Check-in-Methode am effektivsten ist. In kleinen Teams können Methoden wie „Wahres und Positives“ oder der „Superhelden-Check-In“ gut funktionieren, da sie den persönlichen Austausch fördern und jedem genügend Raum geben, sich auszudrücken. In größeren Gruppen hingegen sind strukturiertere Methoden wie Skalenfragen oder das Mood Meter besser geeignet, da sie schnellere und übersichtlichere Ergebnisse liefern.
Verfügbare Zeit
Die verfügbare Zeit bestimmt, wie umfangreich und detailliert der Check-in gestaltet werden kann. Bei Meetings, in denen die Zeit knapp bemessen ist, eignen sich schnelle und effiziente Methoden wie Skalenfragen oder das Mood Meter, die innerhalb weniger Minuten ein Stimmungsbild liefern. Steht mehr Zeit zur Verfügung, können ausführlichere Methoden wie das Kennenlern-Bingo oder Impromptu Networking eingesetzt werden, um einen tieferen Einblick in die Gedanken und Erwartungen der Teilnehmenden zu bekommen.
Offenheit der Gruppe
Die Offenheit der Gruppe spielt eine wichtige Rolle bei der Wahl der Check-in-Methode. In einem Team, das bereits eine hohe Vertrauensbasis und Offenheit hat, können persönliche und tiefgehende Methoden wie “Wahres und Positives” verwendet werden, um den Zusammenhalt weiter zu stärken. In neu formierten oder zurückhaltenden Gruppen sind hingegen weniger persönliche Methoden wie Skalenfragen oder Check-in-Bilder besser geeignet, um die Teilnehmenden schrittweise an den Austausch heranzuführen. Entwickeln Sie zudem ein Gefühl, wie offen die Teilnehmenden für spaßigere Check-ins sind. Wählen Sie im Zweifel lieber eine “konservativere” Methode, um die Gruppe zu Beginn nicht zu irritieren.
Persönlicher Moderationsstil
Der persönliche Moderationsstil des Meeting-Leiters beeinflusst ebenfalls die Wahl der Check-in-Methode. Moderator*innen, die einen lockeren und kreativen Ansatz bevorzugen, können Methoden wie den Superhelden-Check-in einsetzen, um die Teilnehmenden spielerisch in das Meeting einzubeziehen.
Wer hingegen einen strukturierten und zielorientierten Stil verfolgt, könnte sich für Methoden wie Skalenfragen oder die Erwartungshaltungs-Abfrage entscheiden, um fokussiert in das Meeting zu starten. Wichtig ist in jedem Fall, dass sich eine Person für die Moderation verantwortlich fühlt. In agilen Teams übernimmt diese Rolle häufig der Agile Coach. Aber auch eine rollierende Moderation ist eine gute Möglichkeit, die Verantwortung im Team zu teilen.
10 Check-in-Methoden für Meetings
Das Internet bietet eine unbegrenzte Fülle an Check-in-Methoden und es kommen fortlaufend neue hinzu. Was für erfahrene Moderator*innen ein inspirierender Schatz an Ideen ist, kann für andere überfordernd wirken. Wir haben daher eine möglichst vielseitige Auswahl an 10 Check-in Methoden zusammengestellt, die Ihnen eine übersichtliche Orientierung bei der Auswahl der passenden Methodik für Ihre Besprechungen bietet.
1. Check-in-Bilder
Die Methode „Check-in-Bilder“ ist eine visuelle und kreative Möglichkeit, in ein Meeting zu starten. Jede*r Teilnehmende wählt ein Bild aus, das seine oder ihre aktuelle Stimmung oder Erwartungen an das Meeting widerspiegelt. Dies kann ein Bild aus einer Sammlung sein, die bereitgestellt wird, oder ein eigenes Bild, das auf dem Smartphone gespeichert ist.
Dauer
1 Min. pro Person
Schwierigkeitsgrad
Leich
Anwendung
- Legen Sie eine Auswahl von Bildern bereit, aus denen die Teilnehmenden wählen können. Diese können sowohl digital als auch physisch (ausgedruckte Fotos oder Postkarten) zur Verfügung stehen.
- Bitten Sie jeden Teilnehmenden, ein Bild auszuwählen und kurz zu erklären, warum er oder sie dieses Bild gewählt hat und was es für die aktuelle Stimmung oder Erwartungshaltung bedeutet.
Vorteile
- Ermöglicht es, Emotionen und Stimmungen visuell auszudrücken.
- Fördert kreatives Denken und den Austausch von persönlichen Gedanken.
- Kann als Eisbrecher dienen und die Atmosphäre auflockern.
2. Skalen Fragen
Skalenfragen sind eine einfache Methode, um ein schnelles Stimmungsbild der Gruppe zu erfassen. Die Teilnehmenden bewerten eine Aussage oder Frage auf einer Skala. Diese kann beispielsweise die Zustimmung zu einer Aussage (z. B. “Mir ist völlig klar, worum es in diesem Meeting geht.”) von 1 bis 10 erfragen, wobei 1 für „stimme überhaupt nicht zu“ und 10 für „stimme voll und ganz zu“ steht. Alternativ können auch Fragen ohne feste Skalenwerte verwendet werden, wie “Wie energetisch fühlen Sie sich heute?”.
Dauer
1 Min. pro Person
Schwierigkeitsgrad
Leich
Anwendung
- Stellen Sie eine Frage oder machen Sie eine Aussage, die für das bevorstehende Meeting relevant ist. Zum Beispiel: „Wie gut fühlen Sie sich auf das heutige Meeting vorbereitet?“
- Bitten Sie die Teilnehmenden, ihre Antwort auf einer Skala von 1 bis 10 zu bewerten, oder sich im Raum anhand der Skala zu verteilen.
- Lassen Sie einige Teilnehmende ihre Bewertung erläutern, um tiefere Einblicke zu gewinnen.
Vorteile
- Schnell und einfach durchzuführen.
- Gibt ein klares Bild von den Meinungen und Gefühlen der Gruppe.
- Kann regelmäßig verwendet werden, um Trends und Veränderungen im Team zu beobachten.
Beispielfragen:
- Auf einer Skala von 1 bis 10, wie klar ist Ihnen das Ziel des Meetings?
- Auf einer Skala von 1 bis 10, wie hoch schätzen Sie Ihre Vorerfahrung mit dem Thema des Termins ein?
- Sind Sie eher Team Pizza oder Team Salat? – Verteilen Sie sich in die entsprechende Hälfte des Raumes (links Pizza, rechts Salat).
3. Mood-Meter für Meetings
Das Mood Meter ist eine Weiterentwicklung der Skalenfrage, der dabei hilft, die Stimmung im Team sichtbar zu machen. Dabei wird eine Skala oder Matrix verwendet, auf der die Teilnehmenden ihre aktuelle Stimmung markieren.
Dauer
1 Min. pro Person
Schwierigkeitsgrad
Leich
Anwendung
- Erstellen Sie ein Mood Meter mit verschiedenen Stimmungsbereichen (z.B.fröhlich, gestresst, neutral).
- Bitten Sie die Teilnehmenden, ihre aktuelle Stimmung auf der Skala zu markieren.
- Diskutieren Sie die Ergebnisse und mögliche Gründe für die verschiedenen Stimmungen.
Vorteile
- Visuelle und intuitive Methode zur Erfassung der Stimmung.
- Hilft, emotionale Zustände zu erkennen und anzusprechen.
- Kann regelmäßig genutzt werden, um Veränderungen in der Teamdynamik zu beobachten.
4. Superhelden Check-In
Diese Methode nutzt die positiven Assoziationen mit Superhelden, um die Teilnehmenden in eine optimistische und motivierte Stimmung zu versetzen. Die Teilnehmenden finden sich dazu in Kleingruppen zusammen und ordnen sich gegenseitig anhand ihrer Stärken und Charaktereigenschaften einem Superhelden zu. Dabei können sie sowohl bekannte Helden auswählen als auch eigene Alter Egos kreieren.
Dauer
20 Min.
Schwierigkeitsgrad
Mittel
Anwendung
- Bilden Sie Kleingruppen mit maximal 4 Personen, die sich gegenseitig passende Superhelden-Charaktere zuweisen.
- Die Teilnehmenden stellen sich anschließend gegenseitig vor und erläutern, wieso sie den einzelnen Teammitgliedern die entsprechenden Helden zugewiesen haben.
- Diese Methode kann mit visuellen Hilfsmitteln wie Bildern oder Figuren ergänzt werden.
Vorteile
- Bringt Spaß und Kreativität in das Teammeeting.
- Erlaubt es den Teilnehmenden, positive Eigenschaften und Stärken zu betonen.
- Kann das Selbstbewusstsein und die Motivation steigern.
5. Technik Hindernislauf
Der Technik-Hindernislauf ist eine Methode, welche die notwendigen Fähigkeiten im Umgang mit zu verwendenden (digitalen) Tools schult. Zum Einstieg in den Termin müssen die Teilnehmenden kleine Aufgabenstellungen lösen, zu deren Bewältigung die gleichen Tools genutzt werden, die auch im Meeting zum Einsatz kommen. Ist beispielsweise die Arbeit mit einem digitalen Kollaborationstool (z. B. Mural geplant, können Aufgaben gestellt werden, bei denen die Teilnehmenden digitale Post-its verwenden, beschreiben oder bewegen. In einem physischen Treffen, bei dem Skizzieren wichtig sein wird, können z. B. kleine Zeichenaufgaben gestellt werden.
Dauer
10 - 20 Min.
Schwierigkeitsgrad
Mittel
Anwendung
- Überlegen Sie sich kleine, spielerische Aufgabenstellungen, die relevante Fähigkeiten oder Tools trainieren, auf die es im gemeinsamen Meeting ankommen wird.
- Lassen Sie die Teilnehmenden optional gegeneinander antreten: Wer zuerst alle Aufgaben gelöst hat, gewinnt.
Vorteile
- Diese Methode kann dazu beitragen, technische Hürden im Team zu identifizieren und zu lösen.
- Als Moderator*in haben Sie so die Chance, frühzeitig Teilnehmenden zu helfen und Frust im Meeting durch technische Probleme zu vermeiden.
- Kann die Zusammenarbeit und den technischen Support untereinander im Team verbessern.
6. Erwartungshaltung Abfragen
Der universelle Klassiker unter den Meeting-Check-ins: Das Abfragen der Erwartungshaltung, um die individuellen Ziele und Wünsche der Teilnehmenden für das Meeting zu erfassen. Jede*r Teilnehmende wird anhand einer oder mehrerer Fragestellungen gebeten, seine oder ihre Erwartungen an das Meeting zu formulieren. Die moderierende Person hat auf dieser Basis die Chance, spontane Anpassungen in der Agenda vorzunehmen oder ein klares Erwartungsmanagement für Wünsche zu betreiben, die nicht erfüllt werden können.
Dauer
2Min pro Person
Schwierigkeitsgrad
Leicht
Anwendung
- Bitten Sie die Teilnehmenden, ihre Erwartungen an das Meeting kurz zu formulieren und zu teilen.
- Schreiben Sie die Erwartungen auf ein Whiteboard oder eine digitale Plattform, um sie für alle sichtbar zu machen.
- Am Ende des Meetings können Sie auf die Erwartungen zurückkommen und prüfen, ob sie erfüllt wurden.Ja
Vorteile
- Klarheit über die individuellen Ziele und Wünsche der Teilnehmenden.
- Hilft, das Meeting zielgerichtet zu gestalten.
- Kann als Grundlage für die Agenda und die Struktur des Meetings dienen.
Beispielfragen:
- Was muss passieren, damit dieses Treffen für Sie erfolgreich war?
- Mit welcher Erwartung kommen Sie in diesen Termin?
- Wie müssen wir zusammenarbeiten, damit der Termin zum gewünschten Ergebnis führt?
7. Wahres und Positives für Meetings
Wann haben Sie Ihre Kolleg*innen das letzte mal gelobt? Die “Wahres und Positives”-Methode fördert die gegenseitige Wertschätzung im Team. Es wird dazu ein Kreis gebildet, in dem jede*r Teilnehmende die Frage beantwortet: “Was ist der Person rechts von dir in letzter Zeit gut gelungen?” Optional kann die Methode auch zum Abschluss des Meetings angewendet werden mit der Fragestellung: “Was hätte gefehlt, wenn die Person rechts von dir heute nicht da gewesen wäre?”
Dauer
1 Min. pro Person
Schwierigkeitsgrad
Mittel
Anwendung
- Bilden Sie einen Kreis oder für virtuelle Termine eine klar definierte Reihenfolge.
- Lassen Sie die Teilnehmenden reihum die Fragestellung “Was ist der Person rechts von dir / nach dir in letzter Zeit gut gelungen?” beantworten.
Vorteile
- Fördert die Wertschätzung im Team.
- Schafft eine positive Atmosphäre und hebt die Stimmung.
- Ermöglicht es, persönliche Erfolge und positive Erlebnisse zu teilen.
8. Impromptu Networking für Meetings
Impromptu Networking ist eine dynamische und interaktive Technik aus dem Liberating Structures-Methodenkasten. Sie zielt darauf ab, Teilnehmende schnell miteinander zu vernetzen und das Eis zu brechen. In kurzen, wechselnden Gesprächen tauschen sich die Teilnehmenden über bestimmte Fragen oder Themen aus. Diese Methode fördert den Austausch von Ideen, schafft eine lockere Atmosphäre und hilft dabei, neue Verbindungen zu knüpfen.
Dauer
5 - 20 Min. pro Person
Schwierigkeitsgrad
Mittel
Anwendung
- Führen Sie die Teilnehmenden kurz in die Methode ein und erklären Sie den Ablauf.
- Stellen Sie eine oder mehrere Fragen, die im Zusammenhang mit dem Thema des Meetings stehen, wie z.B. „Was erhoffen Sie sich von diesem Meeting?“ oder „Welche Herausforderungen möchten Sie heute angehen?“
- Lassen Sie die Teilnehmenden Paare oder Kleingruppen bilden, die sich 3-5 Minuten lang über die gestellten Fragen austauschen. Nach Ablauf der Zeit ertönt ein Signal, und die Teilnehmenden suchen sich neue Partner.
- Wiederholen Sie den Vorgang 2-3 Mal, sodass die Teilnehmenden mit mehreren Personen ins Gespräch kommen.
- Abschließend können einige Teilnehmende ihre Erkenntnisse oder besonders interessante Gespräche mit der gesamten Gruppe teilen.
Vorteile
- Fördert schnelles Kennenlernen und den Austausch zwischen den Teilnehmenden.
- Bringt durch die Dynamik und den Wechsel der Gesprächspartner Bewegung und Energie in das Meeting.
- Sammelt verschiedene Sichtweisen und Ideen, die das Meeting bereichern können.
- Eine starke Vernetzung im Team fördert eine agile Kultur.
9. Soundtrack des Tages
“I’m walking on sunshine (…)” – Welcher Song beschreibt Ihre Stimmung aktuell am besten? Die “Soundtrack des Tages”-Methode nutzt Musik, um die Stimmung und Erwartungen der Teilnehmenden zu erfassen. Jede*r Teilnehmende wählt ein Lied aus, das seine oder ihre aktuelle Stimmung oder Einstellung zum Meeting widerspiegelt.
Dauer
2 Min. pro Person
Schwierigkeitsgrad
Mittel
Anwendung
- Bitten Sie die Teilnehmenden, ein Lied auszuwählen, das ihre aktuelle Stimmung oder ihre Erwartungen an das Meeting widerspiegelt.
- Jede*r Teilnehmende stellt das gewählte Lied kurz vor und erläutert, warum er oder sie sich dafür entschieden hat.
- Diese Methode kann durch das Abspielen kurzer Ausschnitte der Lieder ergänzt werden.
Vorteile
- Erlaubt es den Teilnehmenden, ihre Stimmung und Erwartungen auf kreative Weise auszudrücken.
- Bringt Abwechslung und eine persönliche Note in das Meeting.
- Kann als Eisbrecher dienen und die Atmosphäre auflockern.
10. Meeting Regeln
Das Festlegen von Meeting-Regeln ist eine strukturierte Methode, um sicherzustellen, dass alle Teilnehmenden auf derselben Seite sind und das Meeting effizient verläuft. Diese Methode kann zu Beginn des Meetings oder im Rahmen eines längeren Prozesses eingeführt werden.
Dauer
15 - 30 Min.
Schwierigkeitsgrad
Hoch
Anwendung
- Bitten Sie die Teilnehmenden, ihre Vorschläge für Meeting-Regeln zu teilen, die zu einem erfolgreichen und produktiven Meeting beitragen.
- Diskutieren Sie die Vorschläge und stimmen Sie gemeinsam über die wichtigsten Regeln ab.
- Hängen Sie die endgültigen Regeln gut sichtbar im Meetingraum auf oder teilen Sie sie digital, damit sich alle daran erinnern.
Vorteile
- Stellt sicher, dass alle Teilnehmenden die gleichen Erwartungen an das Verhalten im Meeting haben.
- Fördert eine respektvolle und produktive Meeting-Kultur.
- Macht den Teilnehmenden bewusst, dass sie die Verantwortung für den Erfolg des Meetings tragen – nicht nur die Moderation
Fazit
Check-ins sind eine wertvolle Art, um Meetings effektiver und angenehmer zu gestalten. Sie helfen, die Erwartungen und Stimmungen der Teilnehmenden zu erfassen, die Effizienz zu steigern und das Teambuilding zu fördern. Indem Sie verschiedene Check-in-Methoden ausprobieren und an die Bedürfnisse Ihres Teams anpassen, können Sie sicherstellen, dass Ihre Besprechungen produktiver und erfolgreicher werden.
Future Skills: 13 Tipps zur Entwicklung von Zukunftskompetenzen
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In diesem Artikel
Was sind Future Skills?
In einer sich verändernden (Arbeits-)Welt sind andere Fähigkeiten und Kompetenzen gefragt als noch vor 10 oder 20 Jahren. Allein der Vormarsch der Künstlichen Intelligenz am Beispiel ChatGPT hat im letzten Jahr deutlich gemacht: Wir müssen in Zukunft andere Dinge können.
Das Konzept der “Future Skills” bringt diesen Bedarf an Zukunftskompetenzen auf eine griffige Formel. Damit sind sowohl fachliche als auch überfachliche Kompetenzen und Fähigkeiten gemeint, die für die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt immer wichtiger werden. Dabei kann es sich um konkrete Fähigkeiten wie Softwareentwicklung handeln, aber auch um persönliche Eigenschaften wie Urteilsvermögen oder Eigeninitiative.
Eine einheitliche Definition des Begriffs gibt es nicht. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft beschreibt Future Skills als “branchenübergreifende Fähigkeiten, Fertigkeiten und Eigenschaften, die in den kommenden fünf Jahren in allen Bereichen des beruflichen und persönlichen Lebens wichtiger werden.”
Der Stifterverband identifiziert insgesamt 21 Future Skills und gliedert sie in vier Kategorien:
- Technologische Kompetenzen: Data Analytics & KI, Softwareentwicklung, Softwareentwicklung, IT-Architektur, Hardware/Robotikentwicklung, Quantencomputing
- Digitale Schlüsselkompetenzen: Digital Literacy, Digital Ethics, Digitale Kollaboration, Digital Learning, Agiles Arbeiten
- Klassische Kompetenzen: Lösungsfähigkeit, Kreativität, Unternehmerisches Handeln & Eigeninitiative, Interkulturelle Kommunikation, Resilienz
- Transformative Kompetenzen: Urteilsfähigkeit, Innovationskompetenz, Missionsorientierung, Veränderungskompetenz, Dialog- und Konfliktfähigkeit
Nicht nur digitale und technische Kompetenzen gefordert
Über die Einordnung der einzelnen Kompetenzen lässt sich diskutieren. Beispielsweise würden wir “Agiles Arbeiten” nicht als digitale Schlüsselkompetenz bezeichnen, sondern als ein Modell, das Unternehmen hilft, anpassungsfähiger, flexibler und reaktionsschneller zu werden. Und dies ist nicht notwendigerweise auf digitale Prozesse oder Geschäftsfelder beschränkt.
Insgesamt ist die Liste der Future Skills des Stifterverbandes sehr digital und technologieorientiert. Natürlich sind diese Kompetenzen im Zeitalter der Digitalisierung stärker gefordert. Aber nicht in allen Berufsfeldern und für alle Menschen sind alle hier aufgeführten Kompetenzen gleich wichtig. Agile Coachesmüssen beispielsweise keine Expert*innen für Quantencomputing sein. Welche Kompetenz wichtig ist, hängt immer auch von der individuellen Situation ab. Wir müssen also ein Set von Fähigkeiten entwickeln, das für unsere Entwicklung passend und wichtig ist.
Gleichzeitig sollten Arbeitnehmer*innen aber schon eine gewisse Vorstellung davon haben, welche weiteren Future Skills wichtig werden. Von einigen sollten sie zumindest gehört haben, auch wenn sie sie nicht primär betreffen, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. In diesem Sinne gibt das Future Skills Framework des Stifterverbandes einen guten Eindruck davon, welche Zukunftskompetenzen von Menschen und Unternehmen benötigt werden.
Die Bedeutung von Future Skills in der Arbeitswelt 4.0
In einer immer komplexer werdenden Welt verändert sich auch die Arbeitswelt stetig: Agilität, Digitalisierung, KI-Revolution – das sind nur drei von vielen Schlagworten, die diese Veränderungen beschreiben. Und der Wandel macht nicht vor den klassischen Branchen halt: Auch im Handwerk oder in der Industrie müssen die Mitarbeitenden lernen, mit computergesteuerten Maschinen umzugehen, die nach und nach manuelle Werkzeuge ersetzen. Technologische und digitale Kompetenzen sind auch in der Industrie, im Gesundheitswesen oder in der Verwaltung gefragt.
Das Weltwirtschaftsforum rechnet damit, dass bis 2030 weltweit mehr als eine Milliarde Arbeitsplätze durch Technologie verändert werden. Das Forum bezieht sich dabei auf Schätzungen der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). So verändern sich – etwa durch den Einsatz künstlicher Intelligenz oder die zunehmende Automatisierung einfacher Arbeitsschritte – die Tätigkeitsfelder der Menschen. Alte Aufgaben fallen weg, neue kommen hinzu. Damit wird die Bedeutung von Future Skills in der modernen Arbeitswelt deutlich. Und dazu gehören neben technischen Fähigkeiten auch “klassische” Kompetenzen wie zwischenmenschliche Kommunikation oder Kreativität. Gerade die Arbeit an den Schnittstellen zwischen Technik und Gesellschaft erfordert Menschen, die kompetent und verantwortungsbewusst mit Maschinen und Systemen umgehen und andere Menschen anleiten und unterstützen können.
As jobs are transformed by the technologies of the Fourth Industrial Revolution, we need to reskill more than 1 billion people by 2030
━━ JAHRESTREFFEN DES WELTWIRTSCHAFTSFORUMS 2020
So fördern Sie Future Skills
Future Skills machen Menschen und damit auch Unternehmen fit für die Arbeitswelt von morgen: Arbeitnehmer*innen müssen sich Future Skills aneignen, um sich für die Berufswelt zu rüsten. Und Unternehmen brauchen Mitarbeitende mit diesen Zukunftskompetenzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Future Skills sind dynamisch. Ihre Förderung ist daher ein kontinuierlicher Prozess, der Anpassungsfähigkeit, Offenheit für Neues und die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen voraussetzt. Es geht also vor allem darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, warum Future Skills und das Erlernen neuer Kompetenzen wichtig sind, um sich auf eine sich verändernde (Arbeits-)Welt vorzubereiten. In den folgenden Abschnitten befasst sich der Artikel mit der Frage, was Einzelpersonen und Unternehmen tun können, um Future Skills zu fördern.
Individuelle Ebene: Das können Mitarbeitende tun
Die Entwicklung von Zukunftskompetenzen beginnt auf der individuellen Ebene mit Selbstreflexion und der Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Hier ein einige Beispiele, wie Mitarbeitende ihre persönlichen Kompetenzen stärken können:
- Selbstgesteuertes Lernen: Neben gezielten Aus- und Weiterbildungen können Sie Online-Kurse und -Plattformen nutzen, um sich zu Themen wie der Funktionsweise von künstlicher Intelligenz oder komplexer Datenanalyse zu qualifizieren. MOOCs (Massive Open Online Courses) bieten beispielsweise flexible Lernmöglichkeiten zu einer Vielzahl von Inhalten. Auch bei Udemy oder LinkedIn Learning finden Sie zahlreiche Kurse zu aktuellen Themen. Und Sie können sich natürlich auch jederzeit über Bücher, Podcasts oder Youtube Wissen aneignen.
- Networking und Mentoring: Suchen Sie den Austausch mit Kolleg*innen und Expert*innen innerhalb und außerhalb Ihres Unternehmens. Auch Mentoring-Programme können wertvolle Einblicke und praktische Erfahrungen vermitteln.
- Projektbasiertes Lernen: Engagieren Sie sich in projektorientierten Aufgaben, die den Einsatz neuer Technologien und Arbeitsmethoden erfordern. Dies fördert nicht nur technologische Fähigkeiten, sondern auch Soft Skills wie Teamarbeit und Problemlösung.
Organisatorische Ebene: So fördern Unternehmen Future Skills
Unternehmen spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Future Skills ihrer Angestellten. Sie haben dabei viele Möglichkeiten, eine Lernkultur zu schaffen, die die Entwicklung von Kompetenzen unterstützt:
- Strukturierte Weiterbildungsprogramme: Etablieren Sie interne Trainingsprogramme und Lernwege, die auf die Entwicklung spezifischer Future Skills ausgerichtet sind. Bieten Sie Zertifizierungen und Weiterbildungsmöglichkeiten an, die den Erwerb neuer Kompetenzen anerkennen und belohnen.
- Agile Arbeitsweisen: Fördern Sie agile Arbeitsweisen, um die Flexibilität und Effizienz zu steigern. Durch die Einführung agiler Praktiken lernen die Mitarbeitenden, anpassungsfähig zu arbeiten und kontinuierliche Verbesserung als Teil ihrer täglichen Routine zu betrachten.
- Innovationsförderung: Schaffen Sie Zeit und Raum für Innovation und Kreativität, zum Beispiel durch regelmäßige Hackathons oder Innovationsworkshops. Solche Formate ermutigen die Mitarbeitenden, über den Tellerrand zu schauen und neue Lösungsansätze zu entwickeln.
- Austausch von Wissen fördern: Mitarbeitende sind die Wissensträger im Unternehmen. Oft bleibt das Wissen aber bei einzelnen Personen oder Teams hängen. Dabei können auch viele weitere Kolleg*innen im Unternehmen davon profitieren. Wissensmonopole helfen niemandem. Ermutigen Sie deshalb Ihre Mitarbeiter*innen, ihr Wissen zu teilen. Schaffen Sie Foren für den Austausch, Vorträge oder gemeinsame Veranstaltungen, in denen die Mitarbeitenden voneinander lernen können.
Rahmenbedingungen schaffen
Auch durch die geeigneten Rahmenbedingungen können Unternehmen ihre Mitarbeitenden bei der Entwicklung und dem Erwerb von Future Skills unterstützen.
- Entwickeln Sie eine Lern- und Fehlerkultur: Lernen heißt auch ausprobieren. Und dabei können Fehler passieren. Das ist nicht schlimm, im Gegenteil: Wenn Mitarbeitende und Teams Fehler nicht als Versagen werten, sondern die richtigen Schlüsse daraus ziehen, lernen sie und können es beim nächsten Mal besser machen. Viele Innovationen sind aus Irrtümern, Fehlern oder Zufällen entstanden. Eine positive Lern- und Fehlerkultur im Unternehmen ist daher für die Entwicklung von Future Skills unerlässlich.
- Etablieren Sie eine Feedbackkultur: Konstruktives und wertschätzendes Feedback hilft den Mitarbeitenden, ihre Fähigkeiten gezielt weiterzuentwickeln. Etablieren Sie regelmäßige Formate, in denen Ihre Kolleg*innen eine Rückmeldung zu ihrer Arbeit und ihrer persönlichen Entwicklung erhalten. Ein hilfreiches Format ist zum Beispiel das Peer-Feedback. Hier geben nicht Führungskräfte das Feedback, sondern Kolleg*innen, mit denen die Feedbacknehmer*innen täglich zusammenarbeiten. In den Gesprächen geht es nicht um eine Leistungsbeurteilung, sondern um ungenutzte Potenziale, mit denen die Feedbacknehmer*innen mehr Wert für das Unternehmen und die Kund*innen erbringen können.
- Geben Sie psychologische Sicherheit: In engem Zusammenhang mit der Fehlerkultur steht das Konzept der psychologischen Sicherheit. Psychologische Sicherheit beschreibt das Gefühl, in einer Gruppe (z.B. einem Team oder einer Organisation) Meinungen und Gedanken frei äußern zu können, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Ein solches sicheres Umfeld bildet die Grundlage für Kreativität, Weiterentwicklung und Spitzenleistungen.
- Richten Sie ein festes Lern- und Weiterbildungsbudget ein: Weiterbildung kostet Geld. Gerade für die Ausbildung bestimmter Zukunftskompetenzen sind Mitarbeitende oft auf externe Formate angewiesen. Unternehmen sollten deshalb jedem Mitarbeitenden ein jährliches Lern- und Weiterbildungsbudget zur Verfügung stellen.
- Begreifen Sie Weiterbildungszeit als selbstverständlichen Teil der Arbeit: Weiterbildung ist ein kontinuierlicher Prozess – und findet nicht nur an drei Weiterbildungstagen im Jahr statt. Mitarbeitende brauchen neben finanzieller Unterstützung Raum und Zeit, um sich selbstständig Neues aneignen zu können. Das kann dann auch mal mehrere Stunden in der Woche dauern, um Bücher zu lesen, in anderen Abteilungen zu hospitieren oder sich von Kolleg*innen etwas zeigen zu lassen. Unternehmen sollten dies als Teil der Arbeit ihrer Mitarbeitenden verstehen und ihnen den Freiraum geben, nach Bedarf und Neugier zu lernen.
- Selbstorganisation und Autonomie fördern; Ermutigen Sie Ihre Mitarbeitenden zu Eigeninitiative und fördern Sie selbstorganisiertes Arbeiten innerhalb der Teams. Durch Autonomie und Vertrauen in die Fähigkeiten Ihrer Teams fördern Sie nicht nur die Entwicklung von Future Skills wie Problemlösungskompetenz und unternehmerisches Denken, sondern erhöhen auch die Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeitenden. Setzen Sie auf eine transparente Kommunikation und geben Sie den Teams die notwendigen Freiräume, um eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Das stärkt die Eigenverantwortung und das Engagement jedes Einzelnen für die gemeinsamen Unternehmensziele.
Fazit
Die Arbeit verändert sich. Menschen müssen in Zukunft andere Dinge können als gestern oder heute. Unter Future Skills versteht man Kompetenzen und Fähigkeiten, die für Menschen in den kommenden Jahren wichtig werden, um die Arbeitswelt zu gestalten.
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, sich individuell weiterzuentwickeln und für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen. Neben den persönlichen Anstrengungen sind aber auch die Unternehmen gefordert, ihre Mitarbeitenden dabei zu begleiten und zu unterstützen. Von der Schaffung der richtigen Rahmenbedingungen über die Förderung eines innovativen und kreativen Arbeitsumfeldes bis hin zur finanziellen Unterstützung gibt es hier viele Handlungsfelder.

















